IQMG Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen GmbH


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Häufig gestellte Fragen

Muss man sich zertifizieren lassen?
Ja. Seit dem 01.10.2012  müssen stationäre Reha-Einrichtungen zertifiziert sein (§ 20 Absatz 2 SGB IX). Einzelheiten regelt die "Vereinbarung  zum internen Qualitätsmanagement nach § 20 Abs. 2a SGB IX“ der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation ( BAR). Kliniken werden nur noch mit einem gültigen Zertifikat belegt.

Erfüllt IQMP-Reha die BAR-Anforderungen?
Ja. IQMP-Reha in der Version 3.O. erfüllt die durch die BAR vereinbarten grundsätzlichen Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme und ist durch die BAR anerkannt. Anerkannte Verfahren sowie die jeweiligen Zertifizierungsstellen veröffentlicht die BAR auf ihrer Homepage.

Was ist der gesetzliche Rahmen für die Qualitätssicherung in der Rehabilitation?
Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Leistungserbringung stellt für die Zukunft der medizinischen Rehabilitation eine entscheidende Voraussetzung dar. Die Rehabilitationseinrichtungen sind gemäß SGB IX und SGB V auch gesetzlich zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität ihrer Leistungen verpflichtet. Nach § 20 Abs. 2 SGB IX sollen die Erbringer von Leistungen ein Qualitätsmanagement sicherstellen und zertifizieren, das durch zielgerichtete und systematische Verfahren und Maßnahmen die Qualität der Versorgung gewährleistet und kontinuierlich verbessert. Nach § 135a Abs. 2 SGB V haben sich die Rehabilitationseinrichtungen an einrichtungsübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen und einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln.

Was ist internes Qualitätsmanagement?
Interne Qualitätsmanagementsysteme dienen vordringlich der einrichtungsinternen kontinuierlichen Problemerkennung, Schwachstellenanalyse, Qualitätsverbesserung sowie der Weiterentwicklung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse der Leistungserbringung. Dabei werden die Ergebnisse aus der externen Qualitätssicherung berücksichtigt.

Für das interne Qualitätsmanagement gibt es standardisierte Programme, die allgemein angewandt werden, wie z. B. die DIN EN ISO 9001 oder das EFQM-Modell für Excellence (European Foundation for Quality Management). Da diese Programme nicht auf die Belange der medizinischen Rehabilitation zugeschnitten sind, wurden Forderungen erhoben, ein Qualitätsmanagement zu entwickeln, das branchenspezifisch klinikorientiert die Grundsätze der vorhandenen Modelle des internen Qualitätsmanagements berücksichtigt und mit den vorhandenen Führungsstrukturen in den Kliniken vereinbar sowie mit den Anforderungen der externen Qualitätssicherung kompatibel ist. Diese Voraussetzungen erfüllt das vom Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG) entwickelte Integrierte Qualitätsmanagement-Programm- Reha (IQMP-Reha).

Was ist externe Qualitätssicherung?
Die Träger der Rehabilitation (Deutsche Rentenversicherung / Gesetzliche Krankenversicherung / Berufsgenossenschaft) führen externe Qualitätssicherung nach speziell von den Trägern hierfür entwickelten Programmen durch (QMS-Reha® der Deutschen Rentenversicherung / QS-Reha® der Gesetzlichen Krankenversicherung).

Ziel der externen Qualitätssicherung ist es, mittels geeigneter Verfahren die Qualität der Leistungserbringer transparent zu machen, sie objektiv zu bewerten und zu vergleichen und auf diese Weise zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsleistungen beizutragen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Versicherte, Rehabilitationsträger und die Einrichtung selbst über die Qualität informieren können und Qualität zu einer relevanten Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten wird.

Wie lang dauert eine Zertifizierung?
Der genaue Ablauf und die Zeiträume für eine Zertifizierung finden sich in folgendem Schaubild.

Was kostet eine Zertifizierung?
Die Zertifizierungskosten hängen von mehreren Faktoren ab: Größe der Klinik, Stand des internen Qualitätsmanagements, Vorarbeiten etc. Zudem ist es bei einer Erstzertifizierung ohne Vorerfahrungen u.U. sinnvoll, ein Beratungsunternehmen hinzuzuziehen. Auch der Einsatz einer speziellen Software zur Vereinfachung der Arbeit kann hilfreich sein. Der konkrete Aufwand wird zwischen Reha-Einrichtungen und Zertifizierungsunternehmen direkt verhandelt. Dabei gelten die Empfehlungen des International Accreditation Forum (IAF).

Ist die Selbstbewertung Pflicht, wenn eine Klinik sich zertifizieren lassen will?
Ja, im Rahmen einer Zertifizierung nach IQMP-Reha ist die Selbstbewertung ein unabdingbarer Bestandteil. Die Selbstbewertung ist die zum einen eine Grundlage für die Arbeit der Visitoren, sie nutzt aber auch der Klinik selbst unmittelbar, da sie wertvolle Hinweise für das interne Qualitätsmanagement auf Stärken, Schwächen und Verbesserungspotentiale gibt. Für das Verständnis von Qualität, mit dem das IQMP arbeitet, ist eine Selbstbewertung zentral, da nur durch diese der angestrebte kontinuierliche Verbesserungsprozess innerhalb der Einrichtung in Gang gesetzt und gehalten werden kann.

Können auch Kliniken, die nicht Mitglied des BDPK sind, IQMP-Reha verwenden?
Selbstverständlich, IQMP-Reha steht allen interessierten Reha-Einrichtungen als Verfahren zur Verfügung. Nicht-Mitgliedskliniken müssen nur eine Gebühr für die Verwendung des IQMP-Reha zahlen.

Kann IQMP-Reha auch in ambulanten Einrichtungen angewendet werden?
Ja. IQMP-Reha in der Version 3.0. kann auch in ambulanten Einrichtungen angewendet werden.

Kann eine Klinik IQMP-Reha und DIN EN ISO machen?
Ja, das ist problemlos möglich. Kliniken, die ein gültiges DIN EN ISO Zertifikat haben, müssen einen Selbstbewertungsbericht erstellen und bei der nächsten jährlichen Begehung der Klinik im Rahmen des DIN EN ISO-Überwachungsaudits die externe Bewertung nach IQMP-Reha vornehmen lassen. Bei erfolgreicher Zertifizierung erhalten die Kliniken das Zertifikat EQR mit einer dreijährigen Laufzeit.

Welche Änderungen enthält das Manual Version 3.0?
Die  3. Version des Manuals enthält folgende Neuerungen:

Was ist der PDCA-Zyklus?
Der Qualitätsmanagement-Kreislauf “Plan, Do, Check, Act” (Planen, Durchführen, Checken, Agieren/Anpassen) wurde von Edward Deming entwickelt. Er beruht u.a. auf der Annahme, dass Unternehmen nur erfolgreich sein können, wenn ihre Mitarbeiter sich für die Qualität und deren Verbesserung verantwortlich fühlen und sich darüber klar sind, dass die angestrebte Qualitätsverbesserung ein kontinuierlicher Prozess ist. Diese Grundeinstellung, sich um der Verbesserung selbst willen ständig verbessern zu wollen wird auch mit dem japanischen Begriff des KAIZEN ("Vervollkommnung") bezeichnet.

Der PDCA-Zyklus hat das Ziel, in vier Phasen Verbesserungsbedarf zu erkennen, Verbesserungen zu entwickeln und diese in die Alltagsprozesse einzuführen. Der PDCA-Zyklus soll so eine ständige Weiterentwicklung im Qualitätsmanagement bewirken und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang halten.
Die vier Komponenten sind:

Plan - plane eine Verbesserung (Problem wahrnehmen, Ursache analysieren und Veränderung planen)
Do - führe sie durch (neuentwickelte Maßnahmen für die Problemlösung einführen)
Check - überprüfe den Erfolg (Zielerreichung und Auswirkungen der Maßnahme evaluieren)
Act - fixiere die Verbesserung (Sicherstellen, dass das Problem nicht mehr auftritt, Maßnahme in Routine integrieren) und beginne den Zyklus erneut.

Der PDCA-Zyklus setzt einen standardisierten und damit stabilen Prozess voraus, d.h. die Alltagsroutinen ("do") sollten auf systematischen Planungen ("plan") beruhen, regelmäßig überprüft ("check") und daraus kontinuierlich weiterentwickelt werden ("act"). Entsprechend sind z.B. auch die QM-Dokumentationen daraufhin zu überprüfen, ob daraus Konsequenzen gezogen und Veränderungen eingeleitet werden.


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